Der Kindergarten‎ > ‎

Unser Konzept

Unser detailliertes Konzept steht als PDF-Datei zur Verfügung. Eine Kurzfassung finden Sie auf dieser Seite.

Allgemeines

Die Kinder eines Wald- und Naturkindergartens halten sich zu jeder Jahreszeit mit angemessener Kleidung im Wald, auf einer Wiese, an kleinen Gewässern oder anderen interessanten Gebieten auf. Als Schutzraum stehen feste Räume oder ein Bauwagen zur Verfügung.

Die Natur wird für 3-4 Stunden zum “Gruppenraum” der Kinder. Das erweiterte Konzept bietet die Möglichkeit der Betreuung über die Mittagszeit und am Nachmittag.

Förderung der physischen Gesundheit

Der tägliche Aufenthalt im Freien bei jedem Wetter und die reichhaltige Bewegung stärken das Immunsystem. Es gibt Risiken wie FSME (von Zecken übertragbare Entzündung des Gehirns/der Gehirnhaut), Borreliose (von Zecken übertragbare Erkrankung mit zunächst wandernder Hautrötung, später möglichen rheumatischen Beschwerden und Nervenstörungen) oder Fuchsbandwurminfektion, denen mit klaren Regeln begegnet wird. Die ErzieherInnen, die Eltern und die Kinder achten auf die Einhaltung dieser Regeln, z.B. vor dem Essen grundsätzlich Händewaschen, kein Verzehr von Früchten des Waldes.

Sozialverhalten

Der Waldkindergarten ist stark gruppenorientiert, lässt aber auch individuellen Gefühlen und Bedürfnissen Raum und Zeit. Das gemeinsame Tragen eines Astes oder die gegenseitige Hilfe beim Erklimmen eines Hügels stärkt das gegenseitige Vertrauen und die Kommunikation untereinander. Diese Prozesse werden von den ErzieherInnen durch gruppenpädagogische Elemente unterstützt.

Sinneswahrnehmung

Durch die natürliche Umwelt werden alle Sinne in Anspruch genommen. Der Wald bietet Möglichkeiten die Stille zu erfahren, auf leise und laute Geräusche zu achten, viele belebte und auch unbelebte Materialien zu ertasten, zu sehen und zu erschnuppern. Gezielte Spiele und Aktivitäten unterstützen die Wahrnehmungsfähigkeit und deren kognitive Umsetzung.

Psychomotorische Entwicklung

Die Grob- und Feinmotorik ist durch die vorgegebene Unebenheit des Untergrundes ständig gefordert. Die unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten im Wald (klettern, hüpfen, balancieren, springen, kriechen ...) reizen das Kind zur Auseinandersetzung mit seinen körperlichen Fähigkeiten und ermutigen es, diese zu erweitern.

Förderung der Phantasie und Kreativität

Der Wald stellt viel Raum, Material und Sinneseindrücke bereit. Die Kinder werden zu eigenen gestalterischen Aktivitäten und zu phantasievollem Spielen herausgefordert. Um mit den verschiedenen Materialien (Äste, Blätter, Rinde, Zweige, Blüten, usw.) umgehen zu können, müssen sich die Kinder immer wieder auf die Besonderheiten des Materials einstellen.

Die Kinder setzen ihre Ideen gerne in Rollenspielen um, bei denen ein umgestürtzter Baum als Schiff, Pferd oder Wippe genutzt wird, genauso gut aber auch zum Kaufmannsladen oder Elefantengehege umfunktioniert werden kann.

Der Wald bietet den Kindern unbegrenzte Spielmöglichkeiten. Die ErzieherInnen geben bei Bedarf Hilfestellung, spielen auch mit, wenn sie dazu aufgefordert werden, halten sich sonst im Hintergrund, um den Kindern ein selbständiges und selbstbestimmtes Spiel zu ermöglichen. Diese Freispielphasen nutzen die ErzieherInnen für gezielte Beobachtungen der Kinder, die in Teamgesprächen ausgewertet werden.